Ein Ende kann ein Anfang sein

Tja, statt eines Abgesangs auf die „Ära“ Lienen erwartet euch hier die offizielle Verkündung des Endes der Leidenszeit. Ab jetzt gewinnen immer wir – oder sind zumindest in der Lage dazu.

Hallo! Ich spüre eine Verbindung. Und ich habe mich nicht verwählt. Leidenschaftsarmes Gekicke, leidenschaftsarmes Gemurmel, leidenschaftsarmes Hobby – das war gestern. Mit Mut und Wut, Feuer und kühlem Kopf, Esprit aber leider ohne Fortuna auf seiner Seite meldet sich unser braun-weißes Lieblingsteam zurück.

Halten wir fest: ein nicht nur engagierterer, sondern auch strukturierterer Auftritt des FC St. Pauli unter – ja, nach wie vor – Ewald Lienen, zwei Mal Alutreffer, einen Elfmeter gegen sich überstanden. Während der kicker lapidar titelt „Torloses Remis hilft St. Pauli nicht weiter“, sage ich „Ja, aber!“. In der Tabelle, klar, hilft das kaum. Nach den „Leistungen“ zuletzt kann das aber ein Fingerzeig in die richtige Richtung sein.

Zwar müssen wir festhalten, dass wir es viel besser als gegen Kaiserslautern wohl kaum auf die Platte bringen werden. Deshalb war ein Sieg mindestens naheliegend, wenn nicht sogar zwingend. Und Himmelmanns Verletzung ist auch nicht gerade erfreulich. Wenn unsere Herzensspieler aber unter ihrem neuen Top-Spielmacher Neudecker weiter an sich arbeiten, dann kehrt – bei ihnen und bei uns – die Hoffnung zurück. Und irgendwann auch der Glaube. Die Liebe bleibt ja ohnehin!

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Wir müssen das Feuer neu entfachen – GEMEINSAM

Geliebter FC Sankt Pauli,

in den letzten Monaten bist du durch die Hölle gegangen. Seit dem 10. September konntest du keinen Sieg mehr verbuchen, das ist schon fast ein Vierteljahr. Drei Monate, die verunsichern. Drei Monate, die frustrieren. Drei Monate, in den man sich Tag für Tag deprimierende Artikel und Analysen zum Untergang des Vereins durchlesen musste. Aber es ist, wie es ist. Wir können uns nicht einfach aus der zweiten Bundesliga abmelden und uns ein neues Hobby suchen. Wir müssen das jetzt durchstehen. Wir müssen unsere Arschbacken zusammenkneifen und kämpfen. Kämpfen, als gäbe es kein Morgen mehr. Kämpfen um die Punkte, um uns, um Ewald. Ich bin mir sicher, dass wir noch wissen, wie es geht. Der FC Sankt Pauli liegt doch tief in uns. In den Herzen der Spieler, in den Herzen des Vereins, in den Herzen der Fans.

Darum: Lasst uns heute nicht ins Stadion gehen und denken: Das wird doch eh nichts. Wie hoch werden wir wohl heute verlieren? Nein! Lasst uns wieder aufgeregt sein. Voller Vorfreude. Zieht endlich wieder eure Glückssocken an, freut euch auf das Spiel.

Und genau das wünsche ich mir auch für unsere Jungs auf dem Rasen. IHR könnt es schaffen. Ihr seid der FC Sankt Pauli. Ihr seid Helden in Braun-Weiß. Es steckt in jedem von euch, ihr müsst nur das Feuer wieder neu entfachen. Das Feuer, das in den letzten drei Monaten vom Druck erstickt wurde. Versucht all das einfach zu vergessen, ich bitte euch. Wenn ihr heute durch den Tunnel geht, stellt ihr die Uhren zurück auf Null. Ihr habt weiß Gott nichts mehr zu verlieren, dann könnt ihr auch kämpfen, dreckig wenn es sein muss – und uns zeigen, dass ihr noch lebt. Dass ihr der magische FC seid, den wir so lieben. Dass der FC Sankt Pauli die einzige Möglichkeit ist – und bleibt. Wir werden für euch da sein, werden laut sein. Werden an euch glauben. Denn: Für immer mit dir!

Gemeinsam sind wir stark, sie brechen uns nie! Und heute Abend
ALLE ZUSAMMEN, so laut wie noch nie!

oder mit anderen Worten:

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Kann nur besser werden, muss es aber nicht

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Leidenden. Es sollte doch nur ein Spaß sein. Ins Stadion gehen, Fußballfan sein und über den Krempel schreiben. Stattdessen: Keine Tore, keine Punkte, keine Worte? Ich nehme es wie die Profis. Die müssen schließlich auch Montag wieder raus und ihr „Können“ unter Beweis stellen. Freut euch also auf verbale Fehlpässe, Wortkunststückchen unterhalb der Grasnarbe und ganz viel Dreck. » Mehr

Stimmen nach dem Spiel

Die Emotionen kochen! Nach der desaströsen Veranstaltung in der Würzburger „Hier-Könnte-Ihre-Werbung-Stehen“-Arena sind wir für euch in der Grenzenlos-Mixedzone auf Stimmenfang gegangen. Aber Vorsicht: Macht nur wenig mehr Freude als der Kick am Montag.

mannimturm
Chef-Optimist bei Grenzenlos
Spielt so gut Fußball, wie er drüber schreibt.

Geschicktes Ausweichmanöver! Während unsere Nachbarn mit aller Macht auf das nächste Stadtderby drängen, verteidigen wir den Titel des „Stadtmeisters“ mit dem Gang in Liga 3. Hoffe ich das? Sicher nicht. Glaube ich das? Leider ja, mittlerweile. Wir müssten unseren Punkteschnitt in den verbleibenden 22 Spielen verdreifachen. Ist das möglich? Klar. Ist das wahrscheinlich? Mit diesem verunsicherten Spielern nicht – egal, welcher Spielmacher zur Winterpause kommt und wer anschließend auf der Trainerbank sitzt.

stpaulina
Klatsch-Kolumnistin bei Grenzenlos
Kann schreiben. Schreibt.

Mir reicht’s! Hauke Brückner in den Kader! Er hätte Hedenstads Eigentor noch im Flug mit seiner wallenden Mähne eingefangen, gezähmt und ins gegnerische Tor gezaubert. Ganz sicher! Und: #schlimmerwirdsnimmer

ellebembel
Lilie bei Grenzenlos
Fährt überall hin. U.a. aus der Haut.

Wo ist es? Hatte ich es nicht immer? Es fehlt irgendwas. Es fehlt dieses Fünkchen Hoffnung. Dieses Fünkchen, das mir immer sagte, dass dieser Verein doch noch die Kurve bekommt. Wo ist es hin? Wie konnte das passieren? Es fühlt sich komisch an. Ich möchte das nicht. Ich möchte es zurück. Ich mache mich gleich am 20.11. auf die Suche. Und falls es in der Zwischenzeit jemand findet, der gebe mir bitte Bescheid. Danke.

isso
Ansagerin bei Grenzenlos
KuK. Kurz und knackig.

Ich verbleibe an diesem Abend ohne Worte!

Farg van de Warft
Stimmungskanone bei Grenzenlos
Kann auch mal lauter werden. Hat Energie für Zwei.

Auch wenn das zum Heulen war: Wir steigen nicht ab! Wir kommen noch! Glaube, Liebe, Hoffnung! Voran Sankt Pauli!

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