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Bilderbuch-Atmo in Braunschweig

Pünktlich zum Auswärtsspiel gegen Eintracht Braunschweig zeigte sich auch Niedersachsen in seinem allerschönsten Herbst-Gewand: strahlend blauer Himmel, goldene Felder, viel grünes Flachland und buntes, umherfliegendes Laub – eine Bahnfahrt mit Bilderbuch-Atmosphäre. Unsere logische Schlussfolgerung: Auch das Spiel wird ganz sicher eine Bilderbuch-Nummer werden!

Mit Bilderbuch hatte die erste Halbzeit allerdings nur wenig zu tun, es sei denn, wir beurteilen die Schönheit unseres Fahnenmeeres, die tolle Akustik oder unseren hervorragenden Sonntagssupport… Aber das Spiel… naja. Grenzenlos-Ältestenrat A.Z. formulierte es zwischendurch sehr treffend: „Die schieben den Ball stundenlang um den Strafraum herum, was soll das?“ Egal, Ecke für Braunschweig. Und noch eine. Und noch eine. Und noch eine. Uuuuund… noch eine. Puh. Machen wir eigentlich auch noch mit?

Egal, wir haben ja Robin Himmelmann. Elfmeter halten? Kein Problem für unseren Keeper. Nachschuss perfekt parieren? Kindergarten. Spielend in alle Ecken fliegen? Läuft. Robin, ganz ehrlich: Du machst wirklich einen fantastischen Job, weiter so!

Zweite Halbzeit: Neues Glück und so. Und tatsächlich, das Spiel bekam tatsächlich noch einmal eine Portion unerwarteten Drive. Viele gute Situationen, vor allem nach der Einwechslung von Buchtmann, der dann auch wieder einmal das mit dem Tore schießen für uns übernahm. Grenzenlose Freude im Gästeblock. Wahnsinn, starkes Ding. Weiter geht’s. Tja, und dann kam auch gleich noch Cenks Minute. Einfach drauf los und drin ist der Ball. Wunderbarerweise in dem Moment, in dem sich die ganze Kurve ohnehin schon in den Armen lag (einhaken). Eine Stufe hoch taumeln, zwei nach unten, fremde Menschen drücken, einfach mal kurz glücklich sein. Denn damit ist uns der Sieg garantiert sicher – (wir sind ja schließlich nicht der FC Bayern und verkacken eine 2:0 Führung (muahaha)…)

Mit dem Abpfiff kam trotzdem die Erleichterung. Drei Punkte in Braunschweig entführt und 16 Zähler auf dem Konto, das kann sich tatsächlich sehen lassen. Und das hat sich wohl auch die Mannschaft gedacht, die endlich mal wieder halbwegs fröhlich vor der Kurve umher hopste und sich (zumindest ein bisschen) feiern ließ. Doch was ich persönlich am allerschönsten fand, war der Wechselgesang mit der Mannschaft zum Schluss – gut, stimmlich definitiv ausbaufähig (die, nicht wir!), aber definitiv mal wieder was für’s Herz. Sowas schweißt Mannschaft und Kurve zusammen, das war wirklich eine tolle Idee unserer Zaunvögel. Genau wie die emotionale Zaun-Schlussrede übrigens, die ich zwar nicht mehr so ganz genau wiedergeben kann, aber ja, wir halten zusammen: zuhause, auswärts, grenzenlos!

Wir sehen uns am Freitag, den 13, gegen Lautern.

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Ps. Man, was bin ich froh, dass wir es nicht nötig haben, mit schlackerndem Gemächt und erhobenen Mittelfingern in gegnerische Kurven zu rennen…

Prima Gegner, schnelle Lieferung, gerne wieder!

Bochum, wir kommen zu dir – schon wieder. Gerade einmal gut zwei Monate nach unserer letzten Reise in das Florenz des Ruhrgebiets dürfen wir schon wieder nach Bochum. Kein Spielplan, kein Stau, nichts hält uns auf. Schön, dass das auch für das Team gilt, das erneut beim VfL gewinnen kann.

Kurz habe ich ja gezuckt. Einfach den letzten Bericht auftischen, zwei drei Namen ändern -Thy (wer?) durch Buchtmann, Heerwagen durch Himmelmann, Lienen durch Janßen, fertig ist die Laube. Aber das hätte möglicherweise Gemecker durch unsere zahlende Kundschaft gegeben. Wie? Ihr lasst keinen Groschen springen, damit wir, geplagte Rücken und geschundene Kehlen euch regelmäßig all die wichtigen Sachen rund um St. Pauli mitteilen? Schämt euch, ihr elendigen Schmarotzer.

Pfeifen gegen Pfeifen

Wer sich tatsächlich schämen, oder zumindest hinterfragen sollte, ist derjenige, der meint, diese Rumpelfußballliga brauche tatsächlich eine Olympia-Eröffnungsshow für Arme. Eine gewisse Menge an Zuschauern quittierte das tanzende Ensemble auf dem Rasen entsprechend mit Pfeiftönen und Buh-Rufen.

Randüberlegung: Wer lebt eigentlich in der größeren Blase? Diejenigen, die sich solch Mumpitz ausdenken und meinen, „der Fußballfan“ würde das goutieren. Oder all die regelmäßigen Stadiongänger beider Farben, die nicht ahnen, wie der zahlenmäßig nicht seltene Gelegenheitszuschauer das am Ende findet (vielleicht doch ganz okay oder sogar nett?).

So gut wie aufgestiegen

Stabiler Kader, stabile Vorbereitung – da erwarten viele mindestens eine stabile Saison, mit einem mehr oder minder heimlichen Blick auf die ober(st)en Tabellenplätze. Unsere braun-weiße Elf startete in Bochum dann auch wie die Feuerwehr auf Speed. Alleingang Nehrig, zwei, drei Statisten stehen gelassen – kein Tor. So ging es weiter, mit anderen Protagonisten bei selbem Ergebnis. Dennoch: Wow!

Während sich die Bochumer in den Schlussminuten der ersten Halbzeit (leider keinen ein) fingen, wendete sich das Blatt in Durchgang zwei. Diesmal hatte die braun-weiße Defensive die richtige Mischung aus Glück und Können. Die bittere Erkenntnis: Wir waren doch noch nicht sicher aufgestiegen.

Dass sich St. Pauli am Ende dennoch über einen Sieg zum Saisonstart freuen durfte, war der Ruhe und dem Auge des überzeugenden Sami Allagui geschuldet, der Buchtmann bei einem Konter gut bediente. Dessen 1:0 sollte letztlich reichen, damit wir als Auswärtssieger abreisen konnten. Und natürlich als Spitzenreiter – für eine Nacht.

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KonBon

45 Punkte, Platz 7 und grenzenlose Liebe!

So eine Auswärtsfahrt ist ja immer etwas ganz Besonderes. Schon Tage vorher wird wild diskutiert, wie viel Sekt/Mate/Limo/Bier (und offensichtlich auch Wanne-Eickeler Mond-Likör) ins Gepäck kommen, wer die Doppelkekse besorgt (die man dann doch nicht isst) und ob es Nudelsalat oder Würstchen geben soll. Dieses Mal wurde die Vorbereitungsphase sogar noch einmal zusätzlich erschwert, denn es wurde zur Mottofahrt mit „hässlichen Trikots“ geladen. Und mit Trikots ist das ja so eine Sache: Sonderlich „kleidsam“ sind die Dinger nicht, und mal ganz abgesehen davon, sind sie echt schwitzi! Aber gut, die Reise-Gruppe Grenzenlos/Artivisti/Eldo hat sich natürlich trotzdem entsprechend in Schale geworfen und ist mit Osna, Union, Wacker und neongrünem Himmelmann im Sonderzug aufgelaufen. Läuft. » Weiterlesen

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