Prima Gegner, schnelle Lieferung, gerne wieder!

Bochum, wir kommen zu dir – schon wieder. Gerade einmal gut zwei Monate nach unserer letzten Reise in das Florenz des Ruhrgebiets dürfen wir schon wieder nach Bochum. Kein Spielplan, kein Stau, nichts hält uns auf. Schön, dass das auch für das Team gilt, das erneut beim VfL gewinnen kann.

Kurz habe ich ja gezuckt. Einfach den letzten Bericht auftischen, zwei drei Namen ändern -Thy (wer?) durch Buchtmann, Heerwagen durch Himmelmann, Lienen durch Janßen, fertig ist die Laube. Aber das hätte möglicherweise Gemecker durch unsere zahlende Kundschaft gegeben. Wie? Ihr lasst keinen Groschen springen, damit wir, geplagte Rücken und geschundene Kehlen euch regelmäßig all die wichtigen Sachen rund um St. Pauli mitteilen? Schämt euch, ihr elendigen Schmarotzer.

Pfeifen gegen Pfeifen

Wer sich tatsächlich schämen, oder zumindest hinterfragen sollte, ist derjenige, der meint, diese Rumpelfußballliga brauche tatsächlich eine Olympia-Eröffnungsshow für Arme. Eine gewisse Menge an Zuschauern quittierte das tanzende Ensemble auf dem Rasen entsprechend mit Pfeiftönen und Buh-Rufen.

Randüberlegung: Wer lebt eigentlich in der größeren Blase? Diejenigen, die sich solch Mumpitz ausdenken und meinen, „der Fußballfan“ würde das goutieren. Oder all die regelmäßigen Stadiongänger beider Farben, die nicht ahnen, wie der zahlenmäßig nicht seltene Gelegenheitszuschauer das am Ende findet (vielleicht doch ganz okay oder sogar nett?).

So gut wie aufgestiegen

Stabiler Kader, stabile Vorbereitung – da erwarten viele mindestens eine stabile Saison, mit einem mehr oder minder heimlichen Blick auf die ober(st)en Tabellenplätze. Unsere braun-weiße Elf startete in Bochum dann auch wie die Feuerwehr auf Speed. Alleingang Nehrig, zwei, drei Statisten stehen gelassen – kein Tor. So ging es weiter, mit anderen Protagonisten bei selbem Ergebnis. Dennoch: Wow!

Während sich die Bochumer in den Schlussminuten der ersten Halbzeit (leider keinen ein) fingen, wendete sich das Blatt in Durchgang zwei. Diesmal hatte die braun-weiße Defensive die richtige Mischung aus Glück und Können. Die bittere Erkenntnis: Wir waren doch noch nicht sicher aufgestiegen.

Dass sich St. Pauli am Ende dennoch über einen Sieg zum Saisonstart freuen durfte, war der Ruhe und dem Auge des überzeugenden Sami Allagui geschuldet, der Buchtmann bei einem Konter gut bediente. Dessen 1:0 sollte letztlich reichen, damit wir als Auswärtssieger abreisen konnten. Und natürlich als Spitzenreiter – für eine Nacht.

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KonBon

Ein Kommentar

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