Leider egal

Samstagmorgen, 6.58 Uhr. Aus dem Bett, Laptop an. Schlafen kann ich nicht, ich muss erst schreiben. Ich muss sonst nie schreiben. Heute schon. Niemand weiß, warum, vor allem ich nicht. Egal.

Sonntagspiel. Gegen Nürnberg? Ja. Stimmt. Komisch, auch das ist irgendwie egal.

Das Stadion macht schon um 11.30 auf. Verschärfte Sicherheitskontrollen. Na gut, jeder weiß, warum, aber ich zumindest weiß nicht, was das bringen soll. Soll es uns suggerieren, dass so Sicherheit erzeugt wird? Jacken auf, Mütze ab und dann durchwinken, wie es in München der Fall war und dann passiert nichts? Am besten, das Bier wird verboten und die Fans dürfen nur unter Polizeigeleit ins Stadion. Schafft sicher Sicherheit. Mein Vorschlag: Alle kommen nackt. Was meint ihr, wie das die Kontrollen erleichtern und beschleunigen würde. Aber das darf und will, vor allem angesichts der Temperaturen da draußen, ja auch niemand. Egal.

In den letzten Jahren hätte ich nie gedacht, dass es mir mal so egal sein könnte, was da am Sonntag zwischen 13.30 und Abpfiff passieren wird. Ein Bericht zum Spieltag, fertig einen Tag vorm Spieltag? Meisterleistung. Aber auch das Ergebnis kann mich derzeit nicht wirklich bewegen. In Richtung Tabellenspitze geht, wie zu erwarten, wenig, denn unseren Spielern scheint durchaus bewusst, welche Spielergebnisse zu Platz 1 hätten führen können, nach unten ist der Boden dick. Juchu, aber emotionsgeladen hinterlässt mich das derzeit nicht.

Ich weiß, dafür gibt es andere Gründe. Und ich weiß auch, dass „egal“ spätestens in der nächsten Saison wieder aus meinem Fußballvokabular gestrichen sein wird. Zwei Plätze in der Kurve gilt es (wieder) zu füllen. Und das ist gar nicht egal.

Ein Kommentar

  1. […] wie sagte eine kluge Dame einst: es gilt zwei Plätze dieser Kurve wieder zu füllen. Zur Zeit sind es leider noch ein Paar mehr Plätze. Seien es die Eltern, die baldigen Eltern, der […]

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