Gemeinsam sind wir stark, sie brechen uns nie

Fan des FC St. Pauli zu sein, ist dieser Tage alles andere als leicht. Klar, im Herzen wird es immer nur „eine einzige Möglichkeit“ geben. Aber wie in der Liebe hält einen das ja leider nicht davon ab, auch mal angepisst zu sein.

Und ich bin angepisst. Denn seit Dienstag stelle ich mir unentwegt diese eine Frage: Brauchen die Jungs da unten eigentlich ernsthaft einen medialen „Wutreden“-Anschiss von Ewald, um zu realisieren, dass es langsam eng wird? ERNSTHAFT? Haben sie sich vorher etwa gedacht: „Ach, gewinnen, verlieren, was soll’s? Gibt ja noch n paar Spieltage?“ Denn wie sonst erklärt man sich den kalten Kaffee, den unsere Boys in Brown noch in Sandhausen gespielt haben, im Gegensatz zu dem wirklich bewundernswert leidenschaftlichen Kampfgeist, den sie am Dienstag an den Tag gelegt haben? Ich verstehe es nicht, wirklich.

Aber wenn ich in den letzten Jahren etwas gelernt haben müsste, dann dass man Fußball nicht verstehen kann. Manchmal läufts, manchmal läufts nicht. Manchmal spielt Avevor schlechter als Kreisklasse, manchmal macht er n richtig guten Job, so wie am Dienstag. Manchmal verliert man einfach wochenlang alles, so wie damals nach dem Derbysieg, manchmal gewinnt man wochenlang alles, obwohl man nicht mal gut spielt. Mir reicht’s auf jeden Fall mit dem aktuellen „manchmal verliert man alles“. Ich finde, wir reißen uns jetzt alle mal zusammen, spielen gegen Nürnberg so kämpferisch wie gegen Hertha und dann rollen wir die Liga von unten auf.

So. Und eines wollte ich nochmal loswerden! Liebe Südkurve! Ich hatte am Dienstag das erste Mal nach vielen Monaten wieder das Gefühl hier zu Hause zu sein. Du warst laut, du warst wach, du hast alles gegeben. Von Anfang an! Nur einmal warst du leider dermaßen verwirrt und perplex, weshalb wir dir hier und jetzt fürs nächste Mal eine kleine Liedtext-Hilfe geben wollen. Denn dieses Lied passt so wunderbar zu unserer jetzigen Situation und sollte für die kommenden Monate unser aller Lieblingslied werden:

 

FC Sankt Pauli* schieß den Ball ins Tor,
Kein Schritt zurück, immer weiter vor,
Immer weiter, lass den Kopf nie häng‘
Du auf dem Rasen und wir auf den Rängen 
Gemeinsam sind wir stark, sie brechen uns nie!
Und jetzt alle zusammen, so laut wie noch nie:
Ohohohohoohooh
*Aktualisierung: Ein gewisser „braun-weißer Klugscheißer“ (von ihm selbst gewählter Name 😉 ) merkt per Mail an, dass der Liedtext mit „OH MEIN FC St. Pauli“ beginnt –
tja, wer kann das aufklären?!
Aber für uns gilt sowieso: lieber laut und ab und zu ’n bisschen falsch als gar nicht!

 

Und hier das melodische Vorbild zum Song:
(Mysterium gelüftet von @balu1910 – unser Held des Tages)

 

Wir sehen uns am Montag, AHOI!

 

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Ein Kommentar

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