Ein Déjà-vu der hoffnungsvollen Art: Die Zweite.

Kurzer Rückblick

So, da sind wir wieder. Der grenzenlose Berichterstattungszug rollt wieder! Genau wie der Sonderzug nach Braunschweig letzte Woche, wohin natürlich auch wir uns in großer Gruppe und mit verschiedensten Verkehrsmitteln aufmachten, um dort unsere Boys in Brown auf vermeintlich aussichtslosem Posten kräftig zu supporten.

Das Ergebnis kennen wir. 
Ein lautstarker Auswärtsblock. Ein wahnsinnig couragiert erkämpftes 2:1 und dabei die unheimlich guten Erinnerungen an unser vorletztes Gastspiel in ähnlich prekärer Tabellensituation. Ein Auswärtssieg mit Déjà-vu Charakter – und fast denselben Torschützen. Ja, diese Auswärtsfahrt zauberte uns allen ein fettes Grinsen ins Gesicht. Sie gab Zuversicht und den Glauben, dass nach dem verkorksten Stuttgart-Spiel tatsächlich noch die Wende möglich ist. Und so scheint es tatsächlich.
(USP-Bilder: Klick)

Konfetti & Klassenkampf

Am vergangenen Sonntag ging es für den FCSP dann aufs magische Grün gegen Dynamo Dresden. Tabellenfünfter. Spielstark. Lautstark. Alles in allem ein unbequemer Gegner bei unbequem kalten Temperaturen. Doch es sollte das nächste hoffnungsvolle Déjà-vu geben. 5.000 Tonnen Konfetti und eine eindrucksvolle Klassenkampf-Choreo später, entwickelte sich in der ersten Halbzeit ein sehr rasantes Spiel auf holprigem Platz, bei dem unsere Kiezkicker mit genau dem weitermachten, was sie im Spiel gegen Braunschweig so stark machte: Kampf, Leidenschaft, aber auch Spielwitz, der nach 28. Minuten zum 1:0 durch Choi führte.
 Zack, Unachtsamkeit, Ball abgelaufen, nicht lange gefackelt und Tor! Wie gut! Läuft doch! Der Klassenkampf wurde vom Team mit scheinbar jedem Atemzug gelebt. Große Freude und eine weitere Schippe auf unseren Support, der durch den Dynamo-Anhang energisch herausgefordert wurde.

Durchatmen & Tee trinken

Während der Pause hieß es dann durchatmen. Im wahrsten Sinne des Wortes mal einen Tee trinken, da es echt scheiße kalt war. Und dann die Frage: Geht das am Ende gut? Wenn die Jungs so weitermachen, ja. Hoffen wir das Beste. Und während dann so um mich herum über mögliche Spielausgänge gefachsimpelt wurde, wurden auf der Süd nacheinander mehrere Tapeten hochgehalten – erstmal nichts Ungewöhnliches. Da ich hinter den Plakaten stand, konnte ich den Inhalt allerdings nicht erkennen, doch es schien etwas gewesen zu sein, dass den Dresdner Block merklich aufbrachte. Erst einige Stunden nach dem Spiel erfuhr ich tatsächlich vom Inhalt, welcher mittlerweile zum medialen Brennpunkt hochgekocht war. Einen aufschlussreichen und lesenswerten Beitrag hierzu liefert unter anderem der Übersteiger. 
Ich persönlich habe länger überlegt, was ich in diesem Bericht noch dazu schreiben könnte/möchte und habe mich dafür entschieden mich kurz zu halten. 
Der relativierende Opfermythos ist in jedem Maße abzulehnen. Kritik an Geschichtsrevisionismus dieser Art ist zu jeder Zeit erlaubt und erwünscht, doch bin ich davon überzeugt, dass wir in unserer Kurve zu kreativerer Kritik in der Lage sind.

100 % Mühe, 100 % Ertrag

Aber zurück zum Fußball: Wiederanpfiff. Zweite Halbzeit. Klassenkampf Runde zwei. Unsere Jungs haben gefightet was das Zeug hielt, genau wie unsere Kurve, die das Team weiterhin lautstark nach vorne gepeitscht hat. Und das wurde belohnt – mit einem Déjà-vu die Zweite. Genau wie letzte Woche, und wieder Sahin! Was für ein geiles Ding in der 59. Minute! Nicht nur ein Déjà-vu, weil unser galliges Turbopaket wieder getroffen hat, nein, auch ein Déjà-vu aus besseren Ligazeiten, wo hundert Prozent Mühe der Kiezkicker auch hundert Prozent Ertrag brachten – und das ohne großes Zittern, wie in den furchtbaren sieben Minuten Nachspielzeit in Braunschweig. Ach ja, so darf es weitergehen. Das macht Mut!

Weiter, weiter, weiter!

Dann der Abpfiff. Grenzenloser Jubel und endlich wieder eine gemeinsame Ehrenrunde mit unseren Jungs, die sie sich wirklich redlich verdient hatten. Alles liegt sich in den Armen. Ein Traum! Endlich haben wir einen deutlich sichtbaren Schritt gemacht! Platz 18 ist Geschichte und das darf auch gerne der aktuelle Tabellenplatz 16. bald sein. Mit Powerleistung auf dem Platz und auf den braun-weißen Rängen.

Knüpfen wir in den nächsten drei Entscheidungsspielen mit dieser Leistung gegen die kommenden unmittelbaren Kellergegner an, dann haben wir einen bedeutsamen Etappensieg in Richtung Klassenerhalt geschafft. Ganz bestimmt! FORZA!

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